Montag, 7. Oktober 2013

Von Paris profitieren: Opernbesuch und Stars getroffen


Auch wenn ich nach ein paar Wochen Paris der Meinung war, es koche auch nur mit lauwarmen Wasser, schließlich habe Essen genauso viel zu bieten (dort hängen auch Van Gogh und Picasso), so kann man kulturell von Paris doch noch ein wenig mehr profitieren. 3 Opernhäuser, 2 große Konzertsäle und allerhand Festivals und Staraufgebote sind für mich doch ein Grund, Paris nicht zu unterschätzen. Viel früher als gedacht, konnte ich sogar schon letzte Woche den ersten Opernbesuch in der Bastille auf nahezu erstklassigen Plätzen machen, da die Kartenbesitzerin erkrankt ist und mir die Karte überlassen hat.

Desweiteren habe ich letzte Woche - und das ist ein echtes Highlight - das festival de musiques à l'image (ein Filmmusikfestival) besucht. Nicht nur dass mir die Filmmusikgröße Harry Gregson-Williams (Shrek, Narnia) seine Hand gereicht hat, ich hatte das Vergnügen in der Masterclass meines europäischen Lieblingskomponisten Bruno Coulais (Die Kinder des Monsieur Mathieu) zu sitzen. Am Sonntag gab es dann auch noch ein traumhaftes Filmmusikkonzert unter dem Dirigat von Frank Strobel und Harry Gregson-Williams in dem Kino le Grand Rex. Überrascht musste ich aber einige male grinsen über die Unseriösität in französischen Konzerten im Vergleich zu Deutschland. Als in der Oper Bastille viele Besucher in Zivilkleidung erschienen sind und nach jeder Arie angefangen haben zu klatschen, hatte ich mir noch nicht viel dabei gedacht. Als beim Filmmusikkonzert viele Besucher ihre Handys zu Live-Aufnahmen zückten,  mitten im Stück jubelten und klatschten, als sie Star Wars oder Indiana Jones erkannten und Videosequenzen zur Musik projiziert wurden, war ich wirklich sehr überrascht, kann aber nur sagen, eine absolut angenehme Atmosphäre und ein unglaublich schönes Konzert erlebt zu haben.




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